Liebe Mitglieder,

Das Jahr ist ja nun schon ein paar Wochen alt und in diesen Wochen ist schon einiges passiert. Nun steht am 7.3.17 endlich die Abstimmung zur Zusammenlegung der Grundschulstandorte an, daher wollen wir die letzten Monate nochmal Revue passieren lassen.

Der Verein wurde im November 2015, im Anschluss an die Informationsveranstaltung der Gemeinde zur Ganztagesgrundschule in der Aula in Dietlingen gegründet. Damals hat sich schon abgezeichnet, dass uns das Thema der Schulen in Keltern auf absehbare Zeit beschäftigen wird.

Tatsächlich haben wir uns die ersten Monate auch mit der Sammlung von Informationen zu den Schulen beschäftigt. Wir hatten im Frühjahr 2016 gemeinsam mit Rektor Schneider eine Begehung der Schulgebäude in Dietlingen und Ellmendingen und haben uns von Herrn Schneider die Anforderungen einer modernen Grundschule sowie seine Ideen dazu erklären lassen. Zu diesem Zeitpunkt gab es seitens der Gemeinde noch keine Aussagen zum weiteren Betrieb der Schule, dies hat sich auch nach der Klausurtagung der Gemeinderäte nicht geändert.

In den nächsten Monaten haben wir ständig das Gespräch zu den Bürgern, den Eltern und den Mitgliedern gesucht. Bei unseren Informationsveranstaltungen, Stammtischen und Spielplatz Cafés sind dabei viele Wünsche und Sorgen der Eltern an uns herangetragen worden.

Kurz vor den Sommerferien, im Juli 2016, kam dann neuer Schwung in das Schulthema. Die Verwaltung hat die Elternbeiräte der Ellmendinger Kindergärten und der Grundschule angeschrieben und sie zu ihrer Meinung zu der Neustrukturierung der Schul- und Kindergartenlandschaft befragt. Schnell war klar, dass nicht alle Eltern und Bürger mit der Umfrage erreicht wurden, daher haben wir in Abstimmung mit der Verwaltung die Verteilung der Informationsbögen unterstützt und haben Bürger, Eltern und Beiräte bei Fragen zur Seite gestanden.

Wir haben parallel dazu eine Informationskampagne gestartet, in der wir auch viele Rückmeldungen verarbeitet hatten und für das Themenspektrum ausführlich jeweils Vor- und Nachteile gegenübergestellt hatten. Selbstverständlich waren wir stolz, als die Gemeindeverwaltung diese Liste mit Vor- und Nachteilen in die eigenen Unterlagen übernommen hatte.

Kurz vor der Veranstaltung wurden wir von vielen Bürgern und Mitgliedern darum gebeten, eine Meinung zu der Zusammenlegung zu äußern. Das ist uns nicht leicht gefallen, da auch der Vorstand bei einigen der Themen keine einheitliche Meinung finden konnte. Daher haben wir eine spontane Mitgliederbefragung durchgeführt, deren Stellungnahme (Ergebnisse) wir dann auch veröffentlicht haben. Wir fanden damals wie heute, dass eine Schulzusammenlegung nicht ohne öffentliche Debatte und ohne Sondierung der Alternativen durchgeführt werden sollte.

Über die Neustrukturierung der Schul- und Kindergartenlandschaft sollte in der Gemeinderatssitzung in der Turnhalle in Ellmendingen im November 2016 entschieden werden. Im Vorfeld dieser Sitzung hatten wir sehr viele Gespräche mit den einzelnen Gemeinderatsfraktionen, Gemeinderäten und auch dem Bürgermeister. Schlussendlich sind wir gut vorbereitet und mit einem guten Gefühl, dass der Gemeinderat mehrheitlich für den Erhalt der Schule in Ellmendingen stimmen würde, in die Sitzung gegangen. Leider konnte sich der Gemeinderat an diesem Abend nicht einigen, vielmehr wurde die Entscheidung vertagt und beschlossen, dass das weitere Vorgehen gemeinsam mit den Betroffenen entwickelt werden solle.

Noch im alten Jahr haben wir zweimal den Bürgermeister um eine Stellungnahme gebeten, wie das gemeinsame Vorgehen gestaltet werden sollte. Schlussendlich hat der Gemeinderat erst ein viertel Jahr später darüber abgestimmt, um sich dann darauf zu einigen, dass dieses Thema eben nicht gemeinsam mit den Bürgern gestaltet werden soll. Vielmehr soll nun am 7.3.2017 in öffentlicher Sitzung über den Erhalt des Schulstandorts Ellmendingen abgestimmt werden.

Nachdem wir versucht haben einen öffentlichen Diskurs zum Thema zu starten, wurden wir bedauerlicherweise eines besseren belehrt. Die sachliche Diskussion ist uns leider sehr schnell entglitten, und in der Folge wurde mehr über unsere Wortwahl diskutiert, als über das eigentliche Thema und ob sich eine Gemeinde wie Keltern eine eigene Grundschule in einem Ortsteil mit ca. 2500 Einwohnern leisten kann. Wir haben daraus gelernt und werden künftig wieder das tun was wir am besten können, einen sachlichen Beitrag zu unseren Themen zu leisten.

Dennoch haben wir uns in den letzten Wochen nicht untätig der Entwicklung hingegeben. Wir haben eine neue "Schulgruppe" gegründet, die sich in den nächsten Wochen noch der Gemeinde vorstellen wird. Diese Gruppe entwickelt derzeit Konzepte, wie Keltern auch künftig eine Schule für alle Altersgruppen anbieten kann, damit das Schulgebäude in Dietlingen wieder voll belebt werden kann und vieles mehr.

Selbstverständlich haben wir auch in den letzten Wochen einen Dialog mit Gemeinderäten und Fraktionen geführt um deren Meinungen zu dem Schulerhalt in Ellmendingen zu erfahren.

Wir denken, dass wir einen guten Beitrag dafür geleistet haben, damit der Gemeinderat eine Mehrheit finden kann, die gut für Keltern ist. Wir vertrauen auf den Gemeinderat und hoffen, dass die Schulen in Dietlingen und Ellmendingen erhalten werden können. Wir haben einen Plan, wie es nach der Abstimmung für Keltern weitergehen kann und wir können es kaum erwarten, diesen Weg mit Euch zu gehen.

Wir sehen uns am 7. März, um 19 Uhr in der Mehrzweckhalle in Ellmendingen.

Herzliche Grüße der Vorstand

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